Meine Reise nach Paris, Teil II

Paris zu Fuß erkunden, das ist für mich als notorische Autofahrerin eine echte Herausforderung gewesen. Aber Dank Torstens geschickter Navigation und Motivation haben wir in vier Tagen mit fast 50 Kilometern unter den Sohlen so viel von dieser pulsierenden Stadt gesehen.

Notre Dame - eingeprägt hatten sich die gruseligen Wasserspeier aus dem alten Film um Quasimodo. Und da waren sie, genau so wie in meiner Erinnerung, der alte Film von 1956 wurde lebendig. Ich fühlte mich kurz wie Esmeralda, seufz. Ich werde wohl den Roman von Victor Hugo in den ersten kuscheligen Herbststunden lesen.

Notre Dame

Der Louvre mit den überwältigenden Tuilerien war leider touristisch total überrannt ... Asiaten mit Selfi-Sticks, den dazu aufdringlichen afrikanischen Händlern, die ständig vor der Polizei flüchteten. Es wurde dann aber richtig schön ruhig in den anschließenden Gärten Jardin des Tuileries. Zeit zum Innehalten, Augen zu und den Spirit längst vergangener Zeiten nachspüren.

Louvre
Ein Star ganz zahm im Jardin des Tuileries

Gespannt war ich auf Moulin Rouge und war etwas enttäuscht. Wo waren die Cancan-Mädels aus Offenbachs herrlicher Musik in diesem berühmten Cabaret Varieté???  Hab es mir später noch mal in Netz angeschaut und eine virtuelle Verbindung hergestellt, grins.

Die Rote Mühle
Ewa i Walla trifft Les Ours

Im Viertel Montmartre habe ich dann noch meine ersten Froschschenkel gegessen - wirklich so lecker, wie ich es aus den Erzählungen meines Vaters aus seiner Jugend immer gehört hatte.

Montmartre mit Basilika Sacré-Coer
Gebratene Froschschenkel mit viel Knoblauch und Cocktailtomaten

Imposante Eindrücke gab es im Jardin du Luxemburg, da sitzen morgens schon die ersten Schachspieler. Eine herrliche Ruhe in diesem traumhaften Park mit so schönen Gebäuden des Schlosses von Maria di Medici.

Schachspieler im Jardin du Luxemburg
Schloss und Park von Jardin du Luxemburg

Die Champs Elysees empfand ich sehr ernüchternd, ohne spezielles Flair. Kein Ewa i Walla - oder Les Ours-Laden zum Stöbern, hihi.

Der Fußmarsch ging weiter Richtung Trocadero. Ich war eigentlich schon am Limit. Aber dann der einmalige Blick zum Eifelturm. Einfach schön.

Der nächste Tag begann wie immer mit einem guten Frühstück in einem der unzähligen Straßencafés, gerüstet für den nächsten Trip.

Entlang auf dem Grands Boulevards zur schönsten Bahnstation "Jean Michel Othoniel ", einem Meisterwerk aus Muranoglas-Kugeln.

Bahnstation "Jean Michel Othoniel" mit Kugeln aus Muranoglas
Nostalgische Hinweise auf die Pariser Metro
Beeindruckende Innenarchitektur im La Fayett
Fahrstuhl im La Fayett

Zum guten Schluss habe ich mein ganz persönliches Mitbringsel gefunden. In einem kleinen Lädchen, einem Schirmlädchen, sah ich ihn: Ein zauberhafter Sonnen-Schirm aus Leinen und französischer Spitze. Schon das Zunftschild hat mich beeindruckt und nach ein paar Worten mit der Dame des Hauses stellte sich heraus, ich war im berühmten Lädchen von Simon Chantal Voisin.

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen ...

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